Freiwillige Feuerwehr Kade - Historische Ereignisse

  Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kade
10.07.1832 In Viesen wurde ein Brandhilfsverein gegründet. Mitglieder waren die Dörfer Gollwitz, Großwusterwitz, Kade, Karow, Kirchmöser, Mahlenzien, Rogäsen, Viesen, Warschau, Zitz.
Aufgaben: Brandgeschädigten beim Wiederaufbau der Gehöfte zu helfen, evt. Futtermittel bereit zu stellen und durch Kredite einen Neuanfang zu ermöglichen.
Kade: 25 Vereinsmitglieder.
22.09.1899 „Polizeiverordnung über Feuerpolizei und dem Löschwesen auf dem platten Lande der Provinz Sachsen“.
§34 Anordnung zur Brandverhütung und Brandbekämpfung.
- November: der Landgraf des Jerichower Landes II, Graf von Wartensleben, forderte alle Ortschaften auf, freiwillige Feuerwehren zu gründen. Kade kam der Aufforderung nicht nach.
1900 Erste vorbeugende Maßnahmen wurden in der Gemeinde erörtert: jeder Einwohner hatte bei einem Brand Vorspann- und Fußdienste zu leisten.
28.06.1906 Freiherr von Plotho, Landrat, forderte die Bildung von Feuerlöschverbänden.
1909 Gut Belicke und Gemeinde Kade schlossen sich zum Feuerlöschverband zusammen. Man war dadurch in der Lage, die in der Feuerlöschordnung geforderten Einrichtungen anzuschaffen.
11.09.1909

Der Brand des Hauses Wernicke, ältestes Rittergut in Kade, war Anlass für die Gründung der FF Kade. Vorarbeiten wurden durch die Mitglieder der 41 Jahre älteren Wehr Karow und dem Bezirksbrandmeister Lindenberg aus Großwusterwitz geleistet.

20.01.1934 Bezirksbrandmeister Lindenberg hatte die Einwohner von Kade zusammen gerufen, um die Gründung einer Wehr zu beraten. 52 Bürger von Kade sind der Wehr an diesem Abend bei getreten. Der Lehrer Grappendorf wurde zum Oberführer bestimmt.
29.01.1934 Die Versammlung wurde an diesem Abend fortgesetzt; weitere 42 Bürger traten der Wehr bei.
Uniformen konnten wegen der begrenzten Mittel erst für 30 Mitglieder angeschafft werden.
Der Karower Oberführer Hermann Lindstedt schlug eine gemeinsame Übung der Löschzüge beider Orte vor; als Auftakt einer systematischen Ausbildung.
Gemeindevorsteher Schwarzlose: zur Wasserentnahme steht der geräumige Dorfteich zur Verfügung. Hermann Ganzer nannte eine weitere Wasserquelle in seinem privaten Garten.
Hermann Grappendorf ermahnte zur Pflege einer echten  Kameradschaft.
- Monatsbeitrag: aktive Mitglieder 0.30 RM, passive 0.30 RM.
- Höchstgrenze für aktive Mitgliedschaft: 50 Jahre.
07.02.1934 Der Genthiner Landrat stellte der Wehr eine Satzung zu, die einstimmig angenommen wurde.
Die FF ist kein Verein, sondern ein Polizeiorgan. Die Kontrolle übt die Ortspolizeibehörde aus.
3 Feuermeldestellen wurden in de Häusern von Bärs, Kirchner, Beelitz eingerichtet.
Sep. 1934 Die Wehren aus Kade und Karow wurden vereinigt. Jede Wehr bildete einen eigenen Löschzug.
1936

Mitglieder: 48 aktive Kameraden, 52 passive Kameraden.
Die Löschwasserversorgung erfolgte aus 3 Teichen. Die Wehr beschäftigte sich intensiv mit Waldbrandbekämpfung und Übungen im Kreismaßstab. Es erfolgten Wasserwagenstationierungen auf den Höfen, Gasmasken wurden angeschafft, die Hausböden entrümpelt.
Es wurde bekannt, dass in Heyrothsberge eine Feuerwehrschule errichtet werden soll.
Im Garten von Ganzer wurde ein Löschteich gebaut.

1942 Die FF erhielt ein TS 8.
1943 Anglo - amerikanische Bomber setzten 14 Scheunen und 2 Häuser in Brand.
1945

Am 25. September rief der Bürgermeister Gustav Ganzer zur Neubildung der Wehr auf. 12 Kameraden unter Leitung von Emil Ahlert fanden sich.

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