Historisches aus der Gemeinde Kade

Kade, ein Ort wendischen Ursprungs, findet im Jahre 1381, im Lehnbuch der Magdeburger Erzbischöfe Albrecht III. und Peter, seine erste Erwähnung. Bestimmenden Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinde hatte die Familie von Werder. Auf Betreiben Hans IV. von Werder wurden Mitte der achtziger Jahre des 15. Jahrhunderts die Güter Buchholz, Belicke und Kade wirtschaftlich vereint. 
Im Zentrum von Kade befindet sich eine im 13. Jahrhundert erbaute, gut erhaltene Dorfkirche, die im romanischen Stil errichtet wurde. 
Bis zur Zerstückelung der werderschen Besitze gegen 1820 gab es neben Belicke noch drei Rittersitze in Kade. Der älteste Rittersitz war der im südwestlichen Teil gelegene so genannte "Amthof". Ein weiterer Rittersitz war das gegen Ende des 18. Jahrhundert erbaute spätbarocke Herrenhaus, das unter Denkmalschutz steht.
Als Besonderheit auf dem Territorium des Jerichower Landes kann gelten, dass von 1862 bis 1873 südlich von Kade Braunkohle gefördert wurde. Da die Förderleistungen dem hohen Aufwand nicht gerecht wurden, erfolgte nach einem Wassereinbruch 1873 die Schließung der letzten Grube "Vereinigte Bauhütte". Der Straßenname "Schachtweg" erinnert noch heute an dieses Stück Kader Geschichte. In der Nähe des Ortsteils Belicke wurde bis 1930 Ton gefördert und Ziegelsteine gebrannt. Heute befindet sich dort ein schöner, sauberer Badesee.
Im Dorfwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" wurde Kade im Jahr 2000 nach 1996 zum zweiten mal mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und zum schönsten Dorf im Jerichower Land gewählt.

Copyright © by Gemeinde Kade